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Trinkwasser­verordnung

Trinkwasser muss sauber sein! Aus diesem Grund muss es regelmäßig überprüft werden.

Schließlich nutzen wir Trinkwasser nicht nur in Bereichen, in welchen die Qualität eine untergeordnete Rolle spielt (Toiletten­spülung), sondern auch zum Kochen, zur Körper­pflege und (wie der Name besagt) zum Trinken.

Die Qualität des Trink­wassers ist nicht nur abhängig vom Härte­grad etc.: auch alte oder beschädigte Leitungen und Mängel an Zapf­stellen können sie immens beeinträchtigen. Die An­forderungen an u.a. Werkstoffe und Trink­wasser­installationen werden durch die Trink­wasser­verord­nung (TrinkwV) geregelt.

Zum 1. November 2011 trat die Erste Verordnung zur Ände­rung der Trink­wasser­verordnung in Kraft. Seitdem gab es immer wieder Ergänzungen mit zahlreichen Neuerungen in diesem Bereich. Im Folgenden stellen wir Ihnen die Trink­wasser­verordnung näher vor.

In der Trink­wasser­verordnung werden unter anderem folgende Punkte genannt:

  • Arbeit an Trinkwasser­installationen nur von Fach­unternehmen
  • selbstständige, regelmäßige Wartung für untersuchungs­pflichtige Groß­anlagen
  • bauliche Trennung von Trinkwasser- und Nicht­trinkwasser­installationen
  • Kennzeichnungs­pflicht von Nicht­trinkwasser­anlagen
  • Entnahme von Trink­wasser­proben für mikro­biologische und chemische Untersuchungen nur vom zertifizierten Fach­mann
  • Untersuchungs- und Aufzeichnungs­pflichten

Was zählt als Trinkwasser?

Unter Trinkwasser versteht man im Allgemeinen Wasser, welches für den menschlichen Gebrauch gedacht ist. Hierbei gibt es Ausnahmen von dieser all­ge­mein gehaltenen Regel. Wasser, welches sich zum Beispiel in Geräten befindet, für die eine Sicherheits­vorrichtung vorgeschrieben ist, ist davon nicht betroffen. Einige Überlauf­garni­turen und Wannen­armaturen mit eingebauter Sicherung können diese Prämissen erfüllen.

Diese und andere Ausnahme­regelungen müssen also beachtet werden. In Paragraph 3 ist genau geregelt, was genau mit Trink­was­serinstallation, einer gewerblichen oder öffentlichen Nutzung gemeint ist.

Informationen für private Bauherren

Eine Untersuchung ist bei Ihnen nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber ratsam. Bestimmte Signale sollten zudem beachtet werden. Auch, wenn für Installationen im Bereich Trink­wasser bei Ein- und Zweifamilien­häusern keine generelle Pflicht besteht, die Anlagen auf Legionellen untersuchen zu müssen, sollten Sie einmal über einen Trink­wasser-Check nachdenken. So sind Sie auf der sicheren Seite. Außerdem sollten Sie folgende Signale dringend beachten:

  • Sie hören merkwürdige Geräusche beim Entnehmen von Wasser und bemerken zudem Druck­schwankungen bei der Entnahme.
  • Ihre Trinkwasser­installations­anlage benötigt außergewöhnlich lange, bis kaltes oder warmes Wasser aus den Leitungen kommt.
  • Sie vermuten bereits eine Konta­mi­nierung mit Keimen.

Informationen für Mieter

Alle Installationen im Bereich Trink­wasser in Gebäuden mit mehr als zwei Wohn­einheiten müssen in regelmäßigem Turnus vom Vermieter verpflichtend auf Legionellen untersucht werden, wenn:

  • eine Großanlage zur Trinkwasser­erwärmung installiert ist.
  • Anlagen installiert sind, die eine Vernebelung (z.B. Duschen) des Wassers möglich machen.

Ihr Vermieter ist für die Überprüfung des Trink­wassers zuständig. Sie, als Mieter, können Ihren Vermieter auf diese Pflicht aufmerksam machen. Sollte bei einer Untersuchung eine Kontaminierung (Verunreinigung) des Trink­wassers festgestellt werden, ist Ihr Vermieter unverzüglich zu Gegen­maßnahmen verpflichtet.

Was ist eine untersuchungspflichtige Anlage?

Als untersuchungs­pflichtige Trinkwasser­anlage gelten bestimmte Groß­anlagen, die meist in größeren Wohn­objekten installiert sind. Ein- und Zweifamilien­häuser sind von der Untersuchungs­pflicht ausgenommen. Die betroffenen Groß­anlagen sind Anlagen zur Erwärmung von Trink­wasser mit mehr als 400 Litern (Speicher­volumen). Dies gilt ebenso bei Warm­wasser­leitungen mit mehr als drei Litern Inhalt bei der längsten Rohrleitung.

Es reicht, wenn eines der Kriterien erfüllt ist. Folglich ist eine untersuchungs­pflichtige Großanlage auch eine Trinkwasser­anlage, die zwischen der am weitesten entfernten Wasser­entnahmestelle und dem Gerät zur Erwärmung des Wassers mehr als 3 Liter Wasser­inhalt beinhaltet.

Was sind Legionellen?

Legionellen sind eine im Wasser lebende Bakterien­art, die die sogenannte Legionärs­krankheit auslösen können. Die besten Bedingungen für diese Bakterien sind im Bereich von 25 bis 50 °C mit einer geringen Frisch­wasser­zufuhr.

Wenn das Wasser nebelig zerstäubt wird, wie z. B. in einer Klima­anlage oder beim Du­schen (Was­ser­dampf), besteht die Möglichkeit, dass die Bakterien in tiefe Lungenbereiche ein­drin­gen.


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